Direkt zum Inhalt
Deutsch
Deutsch
Themen für Städte, Kommunen und InstitutionenThemen für InstitutionenAktuell: EUDI-WalletMenü ausklappenMenü einklappen

Orientierung

ROADMAP · EUDI-WALLET

Identität bestätigen. Nachweise digital übernehmen.

Die EUDI-Wallet-Anbindung gehört zur Roadmap des Bürgerportals. Hier erläutern wir die geplante Rolle digitaler Identitäten und Nachweise und grenzen sie von den bereits verfügbaren Konto- und Zugangsfunktionen ab.

Wir planen, die EUDI-Wallet-Funktionen zum geplanten Start der deutschen EUDI-Wallet d-you am 02.01.2027 im Bürgerportal bereitzustellen. Die Anbindung soll zentral über den Bürgerportal Identity Hub erfolgen.

Einsatzmöglichkeiten besprechen

So soll die EUDI-Wallet Ihre Arbeit erleichtern

Nachweise leichter prüfen

Bei einem digitalen Nachweis soll das Bürgerportal prüfen, wer ihn ausgestellt hat und ob er gültig ist. Ihre Beschäftigten entscheiden anschließend, ob die Angaben für den Antrag ausreichen.

Weniger abtippen und übertragen

Zum Beispiel sollen Angaben aus einem Einkommensnachweis direkt in den Antrag übernommen werden. Über die passende Schnittstelle gelangen sie in Ihr Bearbeitungsprogramm. So arbeiten Sie medienbruchfrei weiter.

Für bestimmte Anträge die Identität prüfen lassen

Sie sollen festlegen können, dass Bürger bestimmte Anträge erst stellen dürfen, nachdem sie sich mit der EUDI-Wallet authentifiziert haben. Nur diese Konten erhalten das höchste Vertrauensniveau im Bürgerportal.

Die technische Anbindung uns überlassen

TEC2DATE plant, die Wallet für alle angeschlossenen Institutionen in das Bürgerportal einzubinden. Gemeinsam mit Ihrer IT klären wir, wie die Daten in Ihre vorhandenen Programme gelangen.

Das bestehende Bürgerportal-Konto weiterverwenden

Bürger sollen ihr vorhandenes Konto mit der EUDI-Wallet ergänzen können. Ihre Verbindungen zu Institutionen bleiben bestehen. Eine zweite Registrierung ist dafür nicht erforderlich.

Der Bürgerportal Identity Hub soll die Identitätsprüfung und die Anmeldung mit der Wallet zentral übernehmen. Bei einer Anmeldung sollen nur die dafür benötigten Angaben übertragen werden.

Anträge nach Vertrauensniveau freigeben

Das Vertrauensniveau eines Bürgerportal-Kontos beschreibt, wie verlässlich die Identität der Person nachgewiesen ist. Für die geplante EUDI-Anbindung gilt: Nur Konten, die sich mit der EUDI-Wallet authentifizieren, erhalten das höchste Vertrauensniveau im Bürgerportal.

Ihre Institution soll das erforderliche Vertrauensniveau je Antrag festlegen können. Verlangen Sie die höchste Stufe, können Bürger den Antrag erst nach Authentifizierung mit der EUDI-Wallet stellen.

1. Ein Bürgerportal-Konto mit der Wallet erstellen

Bestätigte Personendaten sollen bereits bei der Registrierung übernommen werden können. Das reduziert manuelle Eingaben und mögliche Tippfehler.

Bürger wählen die Registrierung mit der EUDI-Wallet und geben die benötigten Angaben frei. Das Bürgerportal soll deren Herkunft und Gültigkeit prüfen und das Konto anlegen. Fehlende Kontaktdaten werden anschließend ergänzt und bestätigt.

2. Die Identität im bestehenden Konto bestätigen

Auch bei bestehenden Konten sollen Sie auf bestätigte Identitätsdaten zurückgreifen können. Bürger weisen ihre Identität dafür mit der EUDI-Wallet nach. Die geprüften Angaben werden dem vorhandenen Konto zugeordnet.

Die Authentifizierung mit der Wallet soll auch vor einem Antrag möglich sein, für den Sie das höchste Vertrauensniveau voraussetzen. So kann die Person den benötigten Nachweis erbringen und ihr Konto weiterverwenden.

3. Mit der Wallet anmelden

Die Wallet soll einen zusätzlichen, datensparsamen Zugang zum Bürgerportal bieten. Bürger bestätigen die Anmeldung in ihrer Wallet und gelangen in ihr verknüpftes Konto.

Der Bürgerportal Identity Hub soll die Anmeldung prüfen und dem Konto zuordnen. Name, Geburtsdatum und weitere vollständige Identitätsdaten sollen dabei nicht bei jeder Anmeldung erneut übertragen werden.

4. Nachweise medienbruchfrei in Anträge übernehmen

Ihre Beschäftigten sollen Angaben aus Nachweisen seltener abtippen oder zwischen Programmen übertragen müssen. Digitale Nachweise aus der Wallet sollen elektronisch geprüft und strukturiert in einen Antrag übernommen werden. Über die passende Anbindung stehen die Angaben anschließend für die weitere Bearbeitung in Ihren Systemen bereit.

Ein geplanter Anwendungsfall ist der Einkommensnachweis. Bürger wählen den Nachweis in der Wallet, geben die benötigten Angaben frei und prüfen die übernommenen Werte vor dem Absenden. Foto oder Scan und die anschließende manuelle Erfassung sollen damit entfallen.

5. Adressänderungen bestätigt übernehmen

Ihre Institution soll eine neue Anschrift mit digitalem Nachweis erhalten können. Bürger geben dazu einen geeigneten Meldenachweis aus ihrer Wallet frei. Das Bürgerportal soll ihn prüfen und die neue Adresse nach Bestätigung im Konto speichern.

Die Person wählt anschließend gezielt aus, welche verbundenen Institutionen die Änderung erhalten. So müssen bestätigte Angaben nicht für jede Institution neu erfasst werden.

Für den 02.01.2027 geplant

Für den geplanten Start der deutschen Wallet d-you am 02.01.2027 planen wir die fünf beschriebenen Anwendungsfälle und die Steuerung von Anträgen nach Vertrauensniveau. Die Umsetzung soll über den Bürgerportal Identity Hub erfolgen.

Welche Nachweise Sie einsetzen können, hängt von den Ausstellern und Ihrem Verfahren ab.

Mit einem konkreten Verwaltungsprozess beginnen

Prüfen Sie für einen Ihrer Anträge, welche Angaben heute aus Dokumenten abgelesen oder manuell erfasst werden. Wir erläutern, welche davon künftig aus Wallet-Nachweisen übernommen werden sollen und welche Schnittstelle zu Ihrem Fachverfahren oder Dokumentenmanagementsystem (DMS) dafür benötigt wird.

Beziehen Sie Ihre Verantwortlichen für Digitalisierung und Innovation, den Fachbereich und die IT in diese Planung ein.

Ihre Fragen zur EUDI-Wallet

Wann sind die EUDI-Wallet-Funktionen verfügbar?

Wir planen die Bereitstellung zum 02.01.2027, dem angekündigten Start der deutschen Wallet d-you. Die beschriebenen Funktionen sind noch nicht verfügbar.

Ersetzt die EUDI-Wallet das Bürgerportal-Konto?

Nein. Das Bürgerportal-Konto bleibt der zentrale Zugang zu den verbundenen Institutionen. Die Wallet soll es um verifizierte Identitätsdaten, Nachweise und einen zusätzlichen Anmeldeweg ergänzen.

Muss eine Institution selbst eine EUDI-Wallet-Integration entwickeln?

Die Wallet soll zentral über den Bürgerportal Identity Hub angebunden werden. Gemeinsam mit Ihrer Institution klären wir, wie die Funktionen in Ihre Verfahren eingebunden werden und welche Schnittstellen dafür benötigt werden.

Welche Nachweise werden unterstützt?

Geplant sind die Nutzung bestätigter Identitätsdaten, digitaler Einkommensnachweise und geeigneter Meldenachweise für Adressänderungen. Welche Nachweise Sie konkret nutzen können, hängt von deren Ausstellern und Ihrem Verfahren ab.

Können wir Anträge auf Konten mit dem höchsten Vertrauensniveau beschränken?

Ja. Im geplanten Modell erhalten nur Konten mit EUDI-Authentifizierung das höchste Vertrauensniveau. Ihre Institution soll diese Stufe für einzelne Anträge voraussetzen können.

Erhalten alle verbundenen Institutionen automatisch eine neue Adresse?

Nein. Bürger sollen einzelne Angaben gezielt für ausgewählte Institutionen freigeben. Eine automatische Verteilung an alle verbundenen Institutionen ist nicht vorgesehen.

EUDI-Wallet in Ihrem Verwaltungsprozess einordnen.

Sie möchten wissen, welche Ihrer Leistungen sich für verifizierte Identitätsdaten oder digitale Wallet-Nachweise eignen? Wir betrachten den konkreten Vorgang, die benötigten Nachweise und Ihre vorhandene Systemlandschaft gemeinsam.

Hinweis zum EU-Emblem

Die dargestellten EUDI-Wallet-Funktionen befinden sich auf der Roadmap des Bürgerportals. Die Verwendung des EU-Emblems kennzeichnet den europäischen Kontext des EUDI-Wallet-Vorhabens und stellt keine Zertifizierung, Billigung oder Unterstützung des Bürgerportals durch die Europäische Union dar.